TrainKommOnko-Programm, Modul 1 in Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Würzburg ist nun auch der zweite Kurs des bundesweiten Programms „TrainKommOnko“ gestartet. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) kamen onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachpersonen aus ganz Deutschland zusammen, um sich zu Kommunikationstrainerinnen und -trainern weiterzubilden.

Das von der Deutschen Krebshilfe geförderte und von Prof. Dr. med. Jana Jünger, MME, geleitete Programm verfolgt das Ziel, patientenorientierte Kommunikation als festen Bestandteil der onkologischen Versorgung zu etablieren.

Im Mittelpunkt des ersten Präsenzmoduls standen die professionelle Haltung im Gespräch mit Patientinnen und Patienten, die patientenorientierte Kommunikation sowie der achtsame Umgang mit den eigenen Ressourcen. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Menschen mit einer Krebserkrankung auch in belastenden Situationen verständlich, empathisch und zugleich evidenzbasiert begleitet werden können.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte bildeten Gespräche zu Themen der Integrativen Onkologie sowie zu allgemeinmedizinischen und rehabilitativen Fragestellungen.

Wie bereits im ersten Kurs in Würzburg arbeiteten die Teilnehmenden mit Peer-Patientinnen und -Patienten zusammen. In realitätsnahen Rollenspielen trainierten sie anspruchsvolle Gesprächssituationen aus dem klinischen Alltag. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Reflexion des eigenen Kommunikationsverhaltens und der Frage, wie sich die gewonnenen Erkenntnisse in die tägliche Versorgungspraxis übertragen lassen.

Für den Hamburger Kurs wurde das Curriculum auf Grundlage der Erfahrungen aus dem ersten Kurs gezielt weiterentwickelt. Zusätzliche interaktive Übungen und eine vertiefte Reflexion der eingesetzten Methoden stärkten insbesondere den Train-the-Trainer-Ansatz: Die Teilnehmenden erweitern nicht nur ihre eigenen kommunikativen Kompetenzen, sondern werden zugleich darauf vorbereitet, entsprechende Trainings künftig selbstständig an ihren Einrichtungen durchzuführen.

Mit den beiden Kursen in Würzburg und Hamburg hat „TrainKommOnko“ einen wichtigen Meilenstein erreicht. In den kommenden Jahren soll ein bundesweites Netzwerk qualifizierter Kommunikationstrainerinnen und -trainer entstehen. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren können sie dazu beitragen, eine professionelle und zugewandte Gesprächskultur nachhaltig in der onkologischen Versorgung zu verankern.